Peter Molyneux und das Entwicklerteam von Fable 2 haben kürzlich “Fable 2 Pub Games” veröffentlicht—eine prima Idee, um die wartenden Fans bereits auf den langerwartete Multiplayer-Titel vorzubereiten (vielleicht sollten wir für Coobico etwas ähnliches entwickeln, kicher). Mit Hilfe der Mini-Glücksspiele läßt sich berteits vor Spielstart In-Game-Währung für das Spiel verdienen. Nach dem Release wurde jedoch schnell ein Fehler in einem der Glücksspiele namens Tower of Fortune gefunden, den man ausnutzen kann, um in kürzester Zeit zum In-Game-Billiardär zu werden (siehe das obige YouTube-Video). Dies könnte sich noch zu einem größeren Problem für das Fable-Team ausweiten, denn die so erspielte Währung kann im Hauptspiel benutzt werden, um den eigenen Charakter zu personalisieren und auszurüsten—oder gar Gebäude und ganze Burgen erwerben, wenn man denn genügend Geld besitzt, wie Molyneux in einem frühen Entwickler-Interview berichtete.
Das Entwicklerteam scheint mit dem Versuch, dem Problem mit einem Patch Herr zu werden, bislang nicht erfolgreich gewesen zu sein, wie man dem Video entnehmen kann.
Es läßt sich zur Zeit kaum abschätzen, wie sich der Pub Games Bug auf die Spielbalance in Fable 2 auswirken wird, wenn tausende von Teilnehmern das Spiel als Billiardäre beginnen. Die erspielten Gewinne wieder zu löschen, erscheint jedenfalls nicht als einfacher Ausweg: einerseits haben viele Spieler (die die Minigames nicht als kostenlose Dreingabe teilnehmender Händler erhalten haben) für ihren XBLA Spieldownload 10 US-Dollar, bzw. 800 Donwload-Punkte ausgegeben. Andererseits würde man damit eine Kerngruppe von Hardcore-Fans erzürnen, was zu einem PR-Alptraum für Fable 2 werden könnte.
Gestern ging Hipihi, die chinesische Antwort auf Second Life, online mit einer mehr oder weniger englischen/chinesischen Version ihrer Client-Software, die man sich für den PC herunterladen kann. Virtual Worlds News vermutet: “It sounds like, based on an interview with UgoTrade, that the goal is to mix English and Chinese names, encouraging interaction between HiPiHi’s diverse audience.“
Die englische Version scheint jedoch mit Vorsicht zu genießen zu sein, da für diverse wichtige Benutzerelemente noch eine Übersetzung fehlt. Die neue Übersetzung scheint übrigens eine ältere, bereits vorhandene englische Sprachversion zu ersetzen. Wie Kommentare im Artikel von VWN andeuten: “Unfortunately, the PDF user guides giving English-language translations of the Mandarin are now difficult to use, since they refer to a UI that is now defunct.“
Laut China Web 2.0 Review begann die Arbeit an Hipihi im Jahr 2005, allerdings ursprünglich mit einer etwas anderen Ausrichtung: die virtuelle Welt war anfangs zweigeteilt in Hipihi World und das, mit Cyworld vergleichbare, Hipihi Home, welches nicht weiterentwickelt wurde. Für die Entwicklung von Hipihi konnte das Unternehmen namhafte Partner wie Intel und IBM gewinnen. Der japanische Investor NGI Group beteiligt sich mit einem Gründungskapital von 3 Millionen US$ am chinesischen Start-Up.
Techcrunch sieht Hipihi als Second Life Klon an—es dürfte interessant werden, ob Hipihi ähnliche Probleme erleiden wird wie das Original.
Übrigens, der Launch von PlayStation Home wurde um ein weiteres Mal verschoben.
Mabinogi 마비노기, das MMORPG aus Südkorea vom Betreiber Nexon wird morgen in den USA veröffentlicht. Laut offizieller US-Website ist für heute ein großer Patch angekündigt, mit dem Generation 1 Season 1 des Spiels eingeläutet wird (Mabinogis Begriffe für seine Patches). Der Spieldownload selbst benötigt satte 890 MB und kann hier heruntergeladen werden.
Das Spiel ist teilweise kostenlos, Nexon bietet aber Premium-Ausrüstung und -Skills für Spieler an, die ihre Charaktere hochrüsten möchten. Außerdem müssen Spieler einen Monatsbeitrag zahlen, wenn sie an der Geschichte von Mabinogi teilnehmen wollen. Bei Gametrailers gibt es einige Mabinogi-Videos, mehr nach dem Sprung.
Das Spiel hält vermutlich zur Zeit den Rekord über gestohlene virtuelle Güter, nachdem ein Teenager sich in Japan Spielpunkte im Wert von 36 Millionen Yen (230.540 EUR) illegal aneignete und dadurch eine breite Diskussion über die Sicherheit von Bezahlsystemen in Online-Spielen verursachte.
Heute hat EA die Pforten zu seiner neuen offiziellen Sims 3 Website geöffnet, die neben dem üblichen werblichen Texten eine Menge neuer Screenshots zeigt (das Video oben ist ein Zusammenschnitt von Sims 3 Screenshots). Laut Gamespot hat EAs Finanzchef Warren Jenson den dritten Teil der Reihe für April 2009 angekündigt: “Yes, there’s a Sims 3 in development and it’s likely to be a fiscal ‘09 title,“ said Jenson, meaning the game would hit stores before April 2009.“
Einige der Highlights der neuen Sims-Fortsetzung werden bei Wayfarerwings.com beschrieben: “Less micromanagement of your Sim — there will only be 3 attribute bars to keep up with rather than the 8 we have now… More focus on developing the neighborhood as a whole… More personality customization…“ und “Opportunities — somewhat like mini-quests that you can choose to undertake with your Sim (think MMORPG style)“. Eine weitere Neuheit wird – Werbung und Product-Placement: “While EA will enter into agreements with advertisers for The Sims, Seabolt said the publisher is very choosy about how it goes about that and is careful to make sure it’s something players will welcome. For example, he mentioned a promotion that saw Sims players receive an in-game Ford Mustang. While Ford did pay EA for the product placement, Seabolt said many users looked at the car simply as a cool gift for their Sims to drive, not an ad.“
Steve Seabolt, Vizepräsident für die weltweite Sims-Markenführung, hat insofern recht, daß Werbung in einer virtuellen Welt ein gesteigertes Gefühl von Realität erzeugen kann, aber es stellt sich doch die Frage, ob Spieler, die bereits für einen Titel bezahlt haben, immer noch mit Reklame berieselt werden wollen. Auch ohne diese zusätzliche Einnahmequelle bleibt die Sims-Reihe ein Goldesel für EA, für die in diesem Monat das 100 millionste Sims-Spiel über die Theke gehen wird.
Der zweite Teil von SimCity für Nintendo DS wurde vor einigen Tagen mit einem japanischen Trailer angekündigt. Laut Gamespot kommt Sim City 2 Anfang März heraus. Das erste DS Sim City war eine exzellente Umsetzung, die Spielsteuerung funktionierte prächtig mit Stylus.
Vom Trailer ausgehend scheint sich grafisch beim zweiten Teil nicht viel verändert zu haben. Laut Kotaku wird sich aber wohl das Gameplay deutlich verändern, denn Teil 2 setzt auf den Städtebau in verschiedenen Zivilisationen. Hört sich an wie eine Mischung aus Civilization und Sim City.
Übrigens: Civilization wird auch auf Nintendo DS erscheinen. Einen Artikel und ein paar Screenshots dazu nach dem Sprung.
Wir sind kürzlich auf dieses Video gestoßen, das zugegebenermaßen schon ein wenig älter ist: ein Mitschnitt vom Alphagameplay von Wakfu. Wakfu ist ein teilweise kostenloses MMORPG vom französischen Entwicklerstudio Ankama, die auch hinter dem etwas bekannteren Rollenspiel Dofus stehen. Das Gameplay sieht beeindruckend aus, gute Arbeit, Ankama. Das originale Video gibt es bei Dailymotion.
Update, 30.1.08: Massively ist der Meinung, daß wir in diesem Eintrag SL mit Dreck bewerfen. Das war so mit Sicherheit nicht beabsichtigt. Es liegt uns fern, andere Websites herunterzumachen. Ich entschuldige mich, wenn der Artikel sich wirklich im Ton vergriffen hat. Das Coobico-Blog beinhaltet zugegebenermaßen unsere ganz persönliche Meinung; wir sind Gamer und schreiben hier neben Neuigkeiten über Coobico auch über alles aus dem Bereich der Online-Welten, das wir mögen (oder eben nicht mögen). Auch wenn SL seine ganz eigenen Probleme hat, ist es trotzdem noch eine prima Website.
Lutz Winter
Im Moment macht Second Life in der Blogosphäre keine besonders gute Figur, beispielsweise bei Techcrunch, Kotaku, Intuitive.com und selbst bei The Onion; sie schaffen es einfach nicht aus den Schlagzeilen von Pädophilie, Sodomie, illegalen Glücksspielen, Bugs, schlechtem Support (vor allem bei der Abwicklung des Bezahlsystems) und Klagen von Usern. Selbst das Time Magazine schließt sich an und kürte SL kürzlich zu einer der fünf “worst websites”.
Sicherlich sind das alles nur Schnappschüsse, aber jeder davon hinterläßt seine Macken im Image von Second Life, auch potentiellen Geschäftspartnern gegenüber. Wired publizierte kürzlich einen sehr lesenwerten Artikel über das schwindende Interesse von Werbepartnern an SL, sowie die allgemeinen technischen Probleme bei Linden Labs:
“Once you put in several hours flailing around learning how to function in Second Life, there isn’t much to do. That may explain why more than 85 percent of the avatars created have been abandoned. Linden’s in-world traffic tally, which factors in both the number of visitors and time spent, shows that the big draws for those who do return are free money and kinky sex… The Internet will eventually be full of such 3-D environments; Second Life might even be one of them. But in the meantime, it’s just slurping up corporate dollars and delivering little in return.“
Linden Labs werden hart an technischen Lösungen und der Weiterentwicklung ihres Produkts arbeiten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Vor allem, wenn man sich neue Videos von PS3 Home anschaut; vielleicht ein unfairer Vergleich, aber einer, den sich Linden Labs eventuell gefallen lassen müssen, sobald Home live geht.
Havok, die Engine, die Linden Labs für SL lizensiert haben, wird übrigens in Kürze von Intel aufgekauft werden, wie Gamasutra gestern berichtete.
Hier ist eine kleine Video-Vorschau, die einige unserer Konzeptskizzen zeigt. Mehr Videos und Animationen zum Thema Avatare, Nichtspieler-Charaktere und Monster folgen in dieser Kategorie…