Zuhause

Im Archiv: January


Quantensprung für Browser-Spiele  

Adam Martin hat einen sehr interessanten Artikel unter dem Titel “2010 and the Browser MMO” in seinem Blog T-Machine gepostet, in dem er die Frage aufwirft, wie ein zeitgemäßes Browser-MMO aussehen sollte:

“It’s 2010. I know a lot of people in the industry still haven’t accepted even the concept of a “browser-based” MMO, let alone realise where they’ve got to now…

For a look at today, go browse some of the Unity demos. Unity is *not* the “best” 3D engine, the fastest, the best language – but it’s nicely balanced towards ease of adoption. It’s very easy for new developers to get into. And so it’s setting a very achievable base standard that’s higher than many people would believe. With anyone able to produce 3D to this level, and embed it in the browser almost as an afterthought, the use of plugins becomes a new landscape…“

Ich wage es zu behaupten, daß dies auf alle “ernsthaften” Browser-Spiele zutrifft: vermutlich 99% aller Browser-Spiele laufen derzeit auf Flash, aber Flash ist nicht dazu in der Lage, Grafiken zu rendern, die modernen Kaufspielen auch nur annähernd ähnlich sind—oder auch nur Plug-Ins wie Unity das Wasser reichen könnten. Das Aufkommen von Anwendungen wie Unity für das Web wird enormen Einfluß auf die Qualität von Browser-Game-Grafiken haben. Je mehr sich Benutzer an Spiele gewöhnen, die auf Unity und ähnlichen Plug-Ins laufen, oder demnächst Services wie Gaikai und OnLive benutzen, je höher wird die Erwartungshaltung liegen, wie ein “gutes” Browser-Spiel aussehen sollte.

Meiner Meinung nach wird Adobe schnell reagieren müssen, um die Möglichkeiten von Flash entsprechend zu erweitern. Hardware-Beschleunigung, Import von 3D-Formaten und spezialisierte Actionscript-Bibliotheken wären z.B. eine Idee. Anderfalls könnten Flash-Spiele bald vielleicht einen ähnlichen Stellenwert haben, wie Javascript- und Applet-Spiele vor 10 Jahren.