
Ein Holzfäller schlägt Holz und erwirtschaftet so einen weiteren wichtigen Rohstoff für Siedlungen, ohne daß man als Spieler ständig manuell für Nachschub sorgen muß. Durch einen Holzfäller steigt allerdings auch der Verschmutzungsgrad einer Siedlung. Holzfäller werden in einer Farm rekrutiert.
Eine der Baustellen bei der Umstellung von 2D auf 3D war der Umbau der Weltkarte in 3D. Wir haben diesen Arbeitsschritt bereits vor einer Weile abgeschlossen und sind mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden—wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, während des Updates auch gleichzeitig die Usability zu verbessern; so kann man z.B. nun die Karte ein- und auszoomen, sowie verschiedene Details ein- und ausblenden (z.B. Siedlungen und Rohstoffvorkommen).

Das Grundkonzept der Karte ist dabei gleich geblieben: nicht alle Teile der Insel sind von Anfang an für die Spieler begehbar (siehe die durch den sogenannten Fog of War abgedunkelten Teilbereiche), sie müssen zunächst durch denb Erwerb neuer Kartenabschnitte freigeschaltet werden.

Ein völlig neues Feature gibt es außerdem noch zu erwähnen: man kann nun auch Rohstoffe in der Weltkarte abbauen, was ein völlig neues Gameplay ermöglicht—das Spiel läßt sich nun vollständig von der Ansicht der Weltkarte und eines Siedlungsprofils aus kontrollieren; ein kleines Bonbon für alle Spieler, die ein Civilization-artigen Spielverlauf dem manuellen Umhersteuern eines Avatars vorziehen.


So wie ein Steinbrecher in einer Mine rekrutiert werden kann, läßt sich dort auch ein Erzschürfer anheuern. Erzschürfer produzieren einen beständigen Zufluss von Erz für eine Siedlung, heben allerdings auch ihren Verschmutzungsgrad an.
Das Wall Street Journal berichtet über eine neue Ankündigung der Chinesischen Steuerbehörde, Handel mit virtuellen Währungen mit einer Einkommenssteuer zu belegen: “China will impose a personal income tax of 20% on profit from virtual money. The announcement, which was distributed to local tax bureaus, specifically takes aim at those who buy virtual currency from gamers and surfers and sell it to others at a mark-up. Taxation officials are granted the right to determine the original price of online virtual currency if the individual fails to provide proof of an original price, it says.“
Die neue Steuer zog eine Welle des Protests nach sich—einen Tag nach der Ankündigung hinterließen angeblich mehr als 6000 Benutzer wütende Kommentare bei Netease.com. Die neuen Steuerpläne scheinen auf das wachsende Problem von Geldwäscherei in virtuellen Onlinewelten in der Volksrepublik abzuzielen, die einen inflationären Effekt auf den Renminbi zu haben drohen. Letzte Woche berichtete Virtual Worlds News über einen Fall von Geldwäsche in Höhe von 36 Mio. Dollar: “Korean police arrested a group responsible for laundering money generated by Chinese gold farming from Korea back to the mainland. Over 18 months, the group wired $38 million from Korea to a Hong Kong paper company as payments for purchases. In return, the group took a commission of 3-5% for purchasing the virtual currency in China, reportedly produced by traditional farming as well as viruses, and then cashing out in the Korean market.“
Die geplante Steuer ist keine echte Überraschung, sie folgt der Besteuerung virtueller Währung in beispielsweise Korea und Schweden, wie Virtual World News berichtet. Dennoch bleibt sie ein neues und ungewöhnliches Instrument—man mag skeptisch sein, sowohl ob die Steuer erfolgreich eingeführt werden kann, als auch, ob sie sich als Mittel gegen virtuelle Verbrechen als wirksam erweisen wird.
Eine neue Rechtsprechung des Amerikanischen Court of Appeals for the Federal Circuit (CAFC) hat in den vergangenen zwei Tagen für einiges Aufsehen gesorgt. Wie Mike Masnick von Techdirt beschreibt: “court has said that there’s a two-pronged test to determine whether a software of business method process patent is valid: (1) it is tied to a particular machine or apparatus, or (2) it transforms a particular article into a different state or thing. In other words, pure software or business method patents that are neither tied to a specific machine nor change something into a different state are not patentable… Well, it may take some time to digest, but it’s likely this will be appealed to the Supreme Court, so that process may take a while.“
Es folgte eine interessante und aufgeregte Debatte, die bei mir den Eindruck hinterließ, daß es noch zu früh wäre, um bereits vom Abgesang der Software-Patente zu sprechen—immerhin ändert sich nicht das Gesetz; es wird eingeschränkt und uminterpretiert. Sollte jedoch das oberste Gericht die Rechtsauffassung unterstützen, wird das auch Auswirkungen auf die Welt der virtuellen Welten und sozialer Netzwerke haben—wie Adam Ostrow bei Mashable ganz richtig anmerkt: “In essence, the ruling means that business ideas in and of themselves aren’t patentable. In addition to Amazon’s “one-click” patent, which is the concept of purchasing something via credit card by just clicking a single website link, Friendster’s patents on social networking also come to mind as being unpatentable based on this judgement.“
Das Jaipuria-Patent (das z.Zt. LinkedIn gehört, soweit ich weiß) und das Friendster-Patent gehören wohl zu den derzeit noch mächtigsten Patenten im Bereich sozialer Netzwerke: sie schützen Features wie z.B. das automatische Verknüpfen eines von mir eingeladenen Nutzers als neuen Freund oder die grafische Darstellung, über welche Bekannte zwei Benutzer in Beziehung miteinander stehen.
Im Falle von Coobico haben wir natürlich versucht, relevante Patente wie das Friendster-Patent zu studieren, um sie erfolgreich zu umgehen. Zum Beispiel sieht unser Einladungs-Mechanismus derzeit wie folgt aus: man lädt einen Freund/eine Freundin ein; dieser/diese legt einen neuen Coobico-Account an; danach erhalten beide eine Meldung, die darauf hinweist, sich gegenseitig als Freund zu akzeptieren. Nur ein Beispiel wie man trotz nerviger Software-Patente dennoch zu vernünftigen Lösungen in der Benutzerführung kommen kann.