Was waren die meistbesuchten MMOs 2007? Nach dem Artikel “GigaOM Top 10 Most Popular MMOs” von Blake Snow bei GigaOm sind die Top-MMOs World of Warcraft, Habbo Hotel und Runescape. Weiter unten auf der Liste folgen Club Penguin, Webkinz und Guild Wars. Man mag sich (wie einige Kommentatoren) über die Auswahl streiten und weitere Titel vermissen, wie Maple Story, Disney’s Virtual Magic Kingdom und Final Fantasy XI – aber die Liste ist bereits eine bunte Sammlung von Casual Avatar Chats und Hardcore-MMO-Rollenspielen. Ein solcher Vergleich von Äpfeln und Birnen wirft die Frage auf, was denn nun eigentlich genau ein MMO ist (massively multiplayer online world/game). Lassen sich Sites wie Habbo Hotel und Webkinz wirklich als Multiplayer-Spiele einordnen? Es ist ein ähnliches Definitionsproblem wie bei den Top 10 der sozialen Netzwerke (wo Sites wie Gaia Online auch als soziale Netzwerke geführt wurden).
Eine präzisere Definition wird immer wichtiger, je mehr Online-Welten auf den schmalen Grad zwischen Multiplayer-Spiel, sozialem Netzwerk und Avatar-Chat drängen – genau der Genremix, von dem sich auch Coobico seinen Anteil erobern möchte. Ein genauerer Umgang mit diesem Schmelztiegel wird vor allem für die Medien- und Werbeindustrie wichtig werden.
Einen solchen massiven Boom und eine entsprechende Unterteilung des Marktes sagen 45 der führenden MMO-Betreiber voraus, in einer Prognose für 2008 von Virtual World News (das PDF könnt ihr hier herunterladen). Wagner James Au, der für GigaOm ebenfalls in die Kristallkugel schaut, kommt zu demselben Ergebnis in dem Artikel “My 2008 Gaming and Online Worlds Predictions”:
“The GigaOM Top 10 Most Popular MMOs from June tracked some 35 million active members, and was already in serious need of an upward revision a few months later. I’m working on one now, but if I had to hazard a rough guess, I’d say it’s approaching 50 million. (Which means it beat Gartner’s oft-cited estimate by four years.) Given the ceaseless growth, investment dollars, and new startups (especially for kid-oriented MMOs), it’s reasonable to expect that level of growth will continue next year.”
2008 wird sicherlich ein sehr interessantes (und arbeitsreiches) Jahr. Das Coobico-Entwicklerteam wünscht auf jeden Fall alles Gute fürs neue Jahr.

Wie man sehen kann, ist unser Maskottchen Coobrick bereits in Feierlaune für’s Fest. Das trifft nicht auf uns alle zu, denn die Arbeit an Coobico geht auch in den Weihnachtsfeiertagen und zwischen den Jahren unter Volldampf weiter. Nichtsdestotrotz wünschen wir Euch allen Merry Christmas, Joyeux Noël, frohe Weihnachten, feliz Navidad und 聖誕快樂. Als kleines Weihnachtspräsent haben wir einen neuen Bildschirmhintergrund vorbereitet, der wie immer in drei verschiedenen Auflösungen zur Verfügung steht: Medium (1024 * 768), Large (1600 * 1200) and Widescreen (1920 * 1200).

Im letzten Backend-Artikel haben wir “Smartfox” vorgestellt, den Chat-Server der bei Coobico zum Einsatz kommt. Diesmal geht es um das Thema Macromedia Flash. Zwei Actionscript-Frameworks kommen bei der Entwicklung von Coobico zum Einsatz: Fuse und Pixlib.
Animationen sind in Coobico fast ausschließlich gescriptet, unter Zuhilfenahme des verbreiteten Fuse Kit von Moses Gunesch. Fuse ist ein echtes Powerhouse für gescriptete Animationen und Filter, kann allerdings auch sehr ressourcenhungrig sein. Coobicos Actionscript beschränkt sich dabei so oft wie möglich auf die Fuse zugrundeliegende ZigoEngine.
Obwohl Animationen DIE Kernaufgabe von Flash sind, und die Performanz seines Players in den vergangenen Jahren stetig gesteigert wurde, werkelt Flash gerade in diesem Bereich immer noch zermürbend langsam. Beim Entwickeln eines Flashspiels, bei dem große Flächen auf dem Bildschirm mit möglichst hohen Frameraten gescrollt werden müssen, liegt unser Schwerpunkt auf schnellem und wenig prozessorlastigem Actionscript-Code – auch wenn dabei mitunter reichlich häßliche Lösungen entstehen.
Bei allen anderen Aufgaben stützt sich Coobico auf Pixlib. Pixlib ist ein Actionscript-Framework von Francis Bourre, das dazu dient, den Einsatz von Events und strukturierten Datensätzen zu erleichtern, sowie den Umgang mit XML und vielem mehr zu unterstützen. Überzeugt hat uns Pixlib durch seine ausgeklügelte Architektur; vor allem die Idee eines Front-Controllers, der alle Ereignisse des Clients steuert, hat uns gut gefallen – ein ausgezeichneter Weg, eine Vielzahl von Funktionen zu ordnen und zu kontrollieren. Pixlib leidet allerdings – wie eigentlich alle Flash-Frameworks – an einer quasi nicht-vorhandenen Dokumentation.
Übrigens: unter dem Codenamen LowRA wird zur Zeit eine eine Actionscript 3.0-Version von Pixlib entwickelt, einige Informationen zu LowRA gibt es hier.
Hier einige Links zu Fuse Kit und Pixlib:
OSFlash bietet eine Sammlung von Links zum Thema Pixlib. Alles über Fuse findet sich unter MosesSupposes.
In der nächsten Folge von Backend werden wir unseren Leveleditor vorstellen…

Hekates Hexenhaus verbirgt sich im Nebelwald und erscheint seltsamerweise von innen viel geräumiger als von außen zu sein. Bei genauerer Betrachtung trifft dies übrigens auf so ziemlich alle Gebäude in Coobico zu…
In ihrem Alchemiebedarf kauft und verkauft Hekate nützliche Ausrüstung – sie ist unter anderem auch einer der Nichtspieler-Charaktere, die Ereignisse verkaufen an Abenteurer, die ihr Hexenhaus finden; der Nebelwald, welcher an den nördlichen Gestaden von Qubus Insel dräut, kann nämlich ein recht gefährlicher Aufenthaltsort sein. Er birgt eine Vielzahl von fremdartigen Plätzen, Schätzen und vor allem herumwandernde Monster.
Falls ihr folgenden Artikel verpasst habt (wäre uns beinahe passiert): GigaOm, eines der bekanntesten Tech-Blogs, berichtete letzte Woche über Coobico unter der Schlagzeile “Attack of the Casual Game Sites”. Wagner James Au schreibt:
“Visually appealing with an inventive concept, this has a good chance of attracting the same creative teen gamers that made Gaia Online such a hit, as well as older gamers with less time for the hardcore strategy games they used to love.”
Ereignisse werden von besonderem Interesse sein für Hausbesitzer und konkurrierende Siedler. Ein Ereignis ist ein Zwischenfall, der eine gesamte Siedlung betrifft – zum Guten oder zum Schlechten, Ereignisse können in negativer und positiver Form auftreten. Sie sind ein weiterer Teil des Questensystems in Coobico. Ein Beispiel für ein positives Ereignis: während ein “Goldrausch” in einer Siedlung aktiv ist, erhält man für eine erfüllte Queste mehr Gold. Ein negatives Ereignis ist beispielsweise die “Feuerbrunst”, die den Zugang zu Gebäuden blockiert, bis man die nötigen Menge an Frischwasser ausgegeben hat, um den Effekt zu beseitigen.
Wie kommen Ereignisse ins Spiel? Sie werden von Geomanten und Alchemisten gewirkt und können diesen gekauft werden (sie sind allerdings nicht als Schnäppchen erhältlich). Es wird mindestens zwei Shops geben, die solche Ereignisse “anbieten”. Eine Siedlung kann immer nur gleichzeitig von einem Ereignis betroffen werden. Siedler können also ihre Ortschaft schützen, indem sie ab und zu ein positives Ereignis für die eigene Siedlung kaufen.
Mashable berichtete gestern über ein Traffic-Ranking von Nielsen Online über die 10 meistbesuchten sozialen Netzwerke. Die Plätze Eins und Zwei sind keine großen Überraschungen: trotz einer sinkenden Wachstumsrate von 7 Prozent ist die Besucherzahl von MySpace mit 57 Millionen immer noch mehr als doppelt so hoch wie die von Facebook, die sich damit als Zweite platzieren. Interessant ist auch der sprunghafte Verlust von Besuchern bei den aufgeführten AOL-Websites.
Adam Ostrow von Mashable weist darauf hin, daß Bebo in der Liste fehlt. Laut Nielsen hatten Bebo im November 1,7 Millionen Besucher – der anhaltende Bebo-Hype scheint nicht wirklich in einem Verhältnis zu ihrer echten Wachstumsrate zu stehen. Unser eigenes (spärliches) Bebo-Profil ist übrigens hier.
Diese Top 10 der sozialen Netzwerke wirft die Frage auf, was denn nun überhaupt ein soziales Netzwerk ist, zumindest für Nielsen Online. Die Top 10 führt AOL Hometown und Microsoft Live Spaces auf, obwohl sich diese wohl eher als Sammlung von Blogs und Online-Tagebüchern bezeichnen lassen. Des weiteren taucht Club Penguin auf Platz 7 auf, obwohl diese Site eher ein Chat-Spiel ist und eigentlich über keine sozialen Merkmale (wie Profile und ähnliches) verfügt. Andererseits fehlt Habbo Hotel, die solche Profile für ihre Benutzer anbieten. Die angebliche Benutzerzahl von Habbo Hotel soll jenseits von 4 Millionen liegen – entweder sie konnten den eigenen Angaben nicht gerecht werden, oder wurden von Nielsen nicht als soziales Netzwerk eingestuft.
Daily Bits haben sechs der skurrilsten Zwischenfälle in virtuellen welten gesammelt in ihrem Artikel “Top 6 bizarre gaming incidents”, sehr lesenwert. Die ersten drei Posten sind eher tragisch als bizarr: Morde und Entführungen unter Spielern, oder der Tod durch totale Erschöpfung. Die Nummer 4, der Diebstahl virtueller Möbel bei Habbo Hotel ist uns ja noch in Erinnerung. Der Fall, bei dem tausende Avatare in World of Warcraft durch einen virtuellen Virus starben, ist echt verrückt…
Warenwirtschaft ist ein weiterer wichtiger Mechanismus in Coobico, ähnlich anderer Aufbauspiele. Ohne Güter kann man keine Gebäude errichten und Geld ertauschen, um bereits entstandene Bauten zu unterhalten.
Die folgenden Icons symbolisieren die in Coobico vorhandenen Rohstoffe: Bausteine (links) stehen für Natursteine, Sand, Lehm und ähnliches. Naturgüter (2.v.l) umfassen alle nachwachsenden Rohstoffe wie Holz, Stoffe und Erntegüter. Süßwasser (3.v.l) ist für Urbarmachung, Bewässerung und Düngung nötig. Fertigbauteile (rechts) ist die Kategorie von Baustoffen, die in erster Linie für die Errichtung von Gebäuden benötigt werden.
Bausteine, Naturgüter und Süßwasser können Spieler einsammeln und abbauen, wenn sie die entsprechenden Rohstoff-Lieferanten aufsuchen (z.B. eine Farm für Naturgüter). Dadurch steigt gleichzeitig der Produktivitätswert der Siedlung, der das entsprechende Lieferanten-Gebäude zugeordnet ist.
Fertigbauteile lassen sich (logischerweise) nicht sammeln, sondern nur in einem Handelskontor ertauschen. Prinzipiell lassen sich alle Waren in einem Handelskontor tauschen, um einen überschüssigen Rohstoff in einen anderen umzuwandeln. In einer Bank können Spieler Rohstoffe verkaufen, um an mehr Geld zu kommen (über die Bank gibt es später noch einen weiteren Eintrag). Warentausch und -kauf heben ebenfalls den Produktivitätswert einer Siedlung an.
Farmen gehören zu den wichtigsten Bauten in Coobico, denn sie sind für die Nahrungsmittelversorgung der Siedler verantwortlich. Eine Siedlung benötigt als erstes immer eine Farm, bevor sie um weitere Bauten expandiert werden kann. Wenn die Siedlung ihre Farm verliert, steigt automatisch der Unterhalt der Ortschaft, denn es muß mehr Geld aufgewendet werden, um Nahrung von weiterher zu beschaffen – natürlich sind während dieser Zeit keine Questen zur Erweiterung der Siedlung erhältlich.
Außerdem können Spieler das Gehöft einer Farm betreten, um dort Holz und andere Erntegüter einzusammeln. Diese werden benötigt für die Errichtung neuer Bauten oder als Handelsgüter bei einem Handelskontor.

Second Life hat Probleme mit einer Menge von Bugs, soviel ist allgemein bekannt – man kann offensichtlich froh sein, wenn man nach der Ankunft in einer neuen virtuellen Gegend immer noch alle seine Besitztümer bei sich hat (oder auch nur seine Kleidung). Nun ist allerdings ein schwerwiegenderes Sicherheitsproblem aufgetreten, genauer: eine Sicherheitslücke in Apple’s QuickTime, welche aufgrund des eingebetteten Second Life Viewers fatale Folgen haben kann: nachdem man sich in SL ein QT-Video angeschaut hat, kann es einem passieren, daß man zwischenzeitlich aller seiner Linden Dollars beraubt wurde – oder daß man sich daraufhin unkontrolliert zur nächsten Gegend begibt, um dort den QuickTime-Virus weiterzuverbeiten.
Laut Mashable können Hacker auf diese Weise “not only pick the pocket of any user within 100 virtual feet of the [QT-]player, they can take complete control of the avatar. Once the account has been taken over, the hackers can then use that avatar to go to other lands, embed their virus loaded video, and it will continue to spread from land to land.”
Dean Takahashi, der detailliert über die Sicherheitslücke schreibt, berichtet in seinem Blog:
“The exploit works because Second Life allows users to embed videos or pictures on their character’s or their virtual property. When someone comes nearby and is within view of the object, the Second Life software activates QuickTime so it can play the video or picture. In doing so, QuickTime directs the Second Life software to a web site. By exploiting the flaw in QuickTime, the hackers can direct the Second Life software to a malicious web site that then allows them to take over the Second Life avatar.”
Noch gibt es von Apple keinen Fix für das Problem, im offiziellen Bog von Linden Lab gibt es einen Rat für die Zwischenzeit:
“At this time we advise that you disable streaming video playback in the Second Life viewer except when you are attending a known and trusted venue. To do this, just open the Preferences dialog, and uncheck the “Play Streaming Video When Available” checkbox on the “Audio & Video” tab.”
Der Quicktime-Exploit (genauer gesagt der header stack buffer overflow exploit) wurde vor etwa 2 Wochen veröffentlicht und bislang scheint es keine Beweise zu geben, daß bis zum jetzigen Zeitpunkt ein tatsächlicher Diebstahl mit dieser Technik durchgeführt wurde.