Der Sammelbegriff “Verfluchte” bezeichnet alle Monster und Kreaturen, die Qubus Insel beherbergt, denn die Mehrzahl dieser Monster sind andere Mitspieler, die zuvor verflucht wurden (mehr über Flüche gibt es hier).
Welche Form ein verfluchter Avatar annimmt, hängt von dem Ort ab, an dem ihn ein Fluch trifft. So verwandeln sich unglückliche Abenteurer in Graf Vrykulas unterirdischer Gruft beispielsweise in Sargboten, während sie in einer der Spukminen zu einem hühnenhaften Steinriesen werden können.
Bevor das Zeitlimit eines Fluchs abläuft, kann ein Verfluchter sich an jeden beliebigen Ort auf der Insel begeben. Es gibt allerdings eine Einschränkung, wenn es um das Zurücklegen größerer Entfernungen geht: als Zielort eines schnellen Teleports kann ein Monster nur einen zu ihm passenden Ort auswählen. So können sich Sargboten nur zu Friedhöfen teleportieren, Banditen können nur Gaunerspelunken als Zielort aufsuchen. Deshalb sollten Spieler die Augen offenhalten, ob solche Störbauten in der Nähe ihrer Siedlung errichtet werden.
Im Gegensatz zu den Verfluchten gibt es auch Untiere, die ihren Bau nicht verlassen. Diese wandelnden Monster werden nicht von Spielern übernommen und verhalten sich daher eher ziellos—nichtsdestotrotz können sie gefährliche Gegner darstellen.
Unter diesem Kolumnentitel wird es ab und zu kleine Einblicke hinter die technischen Kulissen von Coobico geben – in diesem Fall über die Serversoftware, die Einsatz bei Coobico findet.
Die Vorgabe an das Backend für Coobico ist eine kosteneffektive Serverlösung, die gut skalierbar ist und auch bei hohen Zugriffszahlen stabil läuft. Es existieren viele Open-Source-Chatserver in diesem Bereich, geschrieben in Python und Java; den meisten mangelt es allerdings an dem Nachweis, wieviele Benutzer sie unter welchen Bedingungen handhaben können.
Bei Coobico wird im Backend ein Smartfox-Server der Jungs von Gotoandplay.it werkeln (falls ihr Gotoandplay noch nicht kennt, schaut mal rein). Smartfox rennt auf Java, ist aber im Rahmen eines Dedicated Servers schnell genug, um einige tausend Nutzer gleichzeitig zu bewältigen. Die derzeit wohl bekannteste und größte Chat-Anwendung, die Smartfox verwendet, ist Club Penguin: ein Pre-Teen-Chat mit mehreren Millionen registrierten Nutzern. Club Penguin wurde übrigens Anfang August für runde 350 Mio US-Dollar von Disney aufgekauft.
Update: Mit dem Erscheinen der neuen Bluebox-Extension für Smartfox wird Coobico sich auch in einer von Firewalls und Proxies geschützten Firmenumgebung spielen lassen – die Mittagspause ist gerettet, puh…
Bauten, die Spieler errichten (oder die in Folge eines Fluchs entstehen), lassen sich aufstocken. Sie befinden sich bei ihrer Entstehung zunächst auf Level eins. Nachdem für den neuen Bau alle wichtigen Vorbedingungen erfüllt wurden, wie z.B. Stromversorgung und der Anschluß an eine Straße, kann das Gebäude zum Level zwei ausgebaut werden.

Höherstufige Bauten bieten verschiedene Vorteile: sie sind widerstandsfähiger gegen die Angriffe von Verfluchten, können nicht leicht abgerissen werden. Außerdem eröffnen sie wertvollere und zuvor nicht zugängliche Questen. Wenn Siedler beispielsweise die Stadthalle ihrer Nachbarschaft aufstocken, zählt ihre Siedlung von nun an als Stadt.
Übrigens, das Bild oben zeigt ein Generatorhäuschen. Jede Siedlung in Coobico braucht solche Generatoren, abhängig von der Menge der Bauten aus dem die Nachbarschaft besteht. Generatoren lassen sich natürlich auch aufstocken…
Von Zeit zu Zeit sind wir in unserem würfelförmigen Coobico-Büroturm so beschäftigt, daß uns interessante Neuigkeiten beinahe entgehen – beispielsweise, daß Habbo China bereits im August abgeschaltet worden ist. Sulake hatte Habbo.cn/Habbochina.com im Januar 2006 ins Leben gerufen und seine Beta-Phase im Sommer letzten Jahres beendet. Der Service startete aber erst im Frühjahr 2007 richtig durch; laut Virtual Worlds News aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem chinesischen Geschäftspartner Guanzhou Optisp. Am 24. August wurde Habbo China dann schon wieder von Sulake geschlossen. Die offizielle Verlautbarung deutete auf technische Schwierigkeiten hin, genauer gesagt, die geringe Marktdurchdringung von Shockwave in der Volksrepublik:
“There’s quite many reasons why we closed down Habbo in China (for the time being). Yes, we had some technical challenges with Shockwave, but that was not an obstacle for us. This was mainly a business decision” (Communications Director Juhani Lassila)
Allerdings machten auch verschiedene andere Gerüchte die Runde, die von einer Intervention der chinesischen Regierung bis zum Verlust größerer Mengen an Kapital aufgrund von Unwirtschaftlichkeit reichten – oder wie Lassila sich dazu äußerte:
“The challenging Chinese market and high operational costs led to the decision of closing the service for now.”
Dimworms englisch- und chinesischsprachiges Weblog hat einen eingehenderen Artikel darüber, in dem berichtet wird:
“Habbo has been another failed case of foreign companies entering China. The parent company disregarded the Chinese partner’s advice of lowering the price of some kinds of virtual goods. They thought the uniform pricing method works well all over the world, So there is no reason to change it in China. On the other hand, the parent company’s technology support is not good. The China’s partner had to deal with a lot of technique problems so as to neglect marketing endeavor.”
Guangzhou Optisp sind keine Neulinge in diesem Markt: sie haben bereits mehrere Multiplayerspiele unterhalten, unter anderem EVE Online und Legend 2005. Nach der Schließung von Habbo China haben GO ihr Entwicklerstudio in Guangzhou und das von ihnen betriebene Drahtlos-Netzwerk in Peking eingestellt, um sich auf den Betrieb ihrer Spiele zu konzentrieren. Sie wurden offenbar kürzlich von CDC Games International aufgekauft.
Es ist denkbar, daß die fehlende Infrastruktur wesentlich zum Fehlschlag Habbos in China beitrug. Nicht nur ist die Marktdurchdringung des Shockwave-Plugins in der Volksrepublik nur halb so groß wie beispielsweise in den USA (laut Adobe zwischen 15 und 30 Prozent) – auch die meisten Bezahlsysteme, auf die sich Habbo Hotel stützt, sind dort kaum verbreitet. Der Markt für Kreditkarten ist in China klein, genauso wie Reverse-Billing-Systeme für SMS. Häufig werden Online-Rechnungen über das Festnetz-Telefon abgewickelt, was allerdings mit hohen Gebühren verbunden ist. Unter solchen Bedingungen scheint sich das Geschäftsmodell von Habbo Hotel nicht leicht durchzusetzen.
Coobico stützt sich – auch aus Hinsicht auf unsere potentiellen asiatischen Märkte – daher auf ein “robustes” werbefinanziertes Geschäftsmodell.

Spielerbehausungen lassen sich gegen Unglücksfälle und Angriffe schützen, ganz so wie alle anderen Bauten – durch ein Aufstocken beispielsweise, oder durch das Aufrüsten mit zusätzlichen Erweiterungen (einen Artikel über das Aufrüsten von Bauten gibt es hier). Trotzdem mag es dazu kommen, daß eine Behausung einmal abgerissen wird und verloren geht: sie kann Monsterangriffen zum Opfer fallen; oder der Hausbesitzer kann sich den Unterhalt für das Gebäude nicht mehr leisten, oder verliert ganz einfach den Erfolgsrang, der Voraussetzung für den Hausbesitz ist.
In solchen Fällen bleibt die Inneneinrichtung erhalten – Spieler können ihre Möbel in Ihrem Inventar verwahren, bis sie zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Spielerbehausung errichten.

Hier gibt es ein weiteres Modell einer Spielerbehausung – und eine kleine Vorschau auf eine Innenansicht. Hausbesitzer wählen einen Gebäudetyp und entscheiden zugleich über den Zuschnitt des Grundrisses. Auch die Farbe der Tapeten und die Art des Bodenbelags läßt sich anpassen. Die eigenen vier Wände bieten ansonsten eine Menge Möglichkeiten, sich mit seinen Lieblingsmöbeln einzurichten. Um das entsprechende Spielgeld dafür zu verdienen, sollte man sich nach der nächsten Queste umschauen…
Die Verhaftung einiger niederländischer Teenager wegen virtuellem Diebstahl machte gestern im Netz die Runde, nachdem BBC News darüber berichtet hatte. Die Jugendlichen waren festgenommen und verhört worden, weil sie angeblich bei Habbo Hotel virtuelle Möbel im Wert von 4.000 EUR gestohlen hatten (und diese dann zum Teil in ihren eigenen Habbo Räumen unterbrachten, aua):
“A Dutch teenager has been arrested for allegedly stealing virtual furniture from “rooms” in Habbo Hotel, a 3D social networking website… A spokesman for Sulake, the company that operates Habbo Hotel, said: “The accused lured victims into handing over their Habbo passwords by creating fake Habbo websites.”
Phishing ist kein neues Phänomen bei Habbo. Das illegale Ködern nach Passwörtern begann bereits, als Habbo noch “Hotelli Kulta Kala” war, wie Sulka Haro, Habbos Lead Designer bei Sulake, berichtet:
“Immediately, there was a scamming problem with the users. The naming convention for furniture allowed for a trick where a user with a name like “100x” could convince other users that he was trading 100 units of furniture.”
Neu war diesmal die Beteiligung der Polizei – für die niederländische Polizei ist eine Festnahme auf Verdacht von virtuellem Diebstahl eine Premiere, wie Expatica.com berichtet:
“It is the first time ever the Dutch police arrested someone on suspicion of having committed a virtual burglary. Apart from the 17-year-old suspect, the police also interrogated four 15-year-old teenagers about the affair. According to a police spokesman, the suspects will be charged on two accounts: hacking and burglary. ”
Es erscheint allerdings ein wenig seltsam, daß gerade bei diesem Fall eine solche Strafverfolgung stattfindet; Phishing ist ein schwerwiegendes und weitverbreitetes Problem, auch für virtuelle Welten. Es hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Berichte über schwerwiegendere Fälle gegeben. Die Polizei in Holland verfährt hier vielleicht nach dem Prinzip “besser spät als nie”.
Spieler können sich ein Haus bauen, nachdem sie einen bestimmten Erfolgsrang erreicht haben. Sie können aus einer Reihe von verschiedenen Modellen wählen (mehr Beispiele folgen im zweiten Teil) und das neue Gebäude dann an einer beliebigen Stelle plazieren – ausgenommen auf dem Stadtmarkt, der für alle Bauaktivitäten gesperrt ist. Jede Spielerbehausung besitzt eine Terrasse und einen kleinen Vorgarten, in dem man in einem Minispiel Quadratwurzeln ziehen kann.
Auf Qubus Insel wächst eine wunderliche Flora, deren Herkunft bislang ungeklärt blieb. Im abgelegenen Grasland stoßen Wanderer oft auf wildwachsende Quadratwurzeln; die halb-intelligente, fleischfressende Quadratwurzel greift gelegentlich sogar Bossies und Menschen an, die ihr zu nahe kommen. Spieler können in ihren Vorgärten mit ein wenig Glück und Geschick selber Quadratwurzeln ziehen und dem städtischen Gärtner verkaufen.
In Höhlen und verlassenen Bergwerksstollen gedeihen die erstaunlichen Kraftzellen, die auf unerklärliche Weise Energie speichern können und vor Elektrizität strotzen. Kraftzellen scheinen als Energiequelle vieler von Qubus unterirdischer Maschinen zu dienen.
Bossies sind eine auf Qubus Insel heimische Art von Wildrindern, die man gelegentlich im Grasland antrifft. Spieler können mit ein wenig Geschick Mini-Bossies fangen und dann verkaufen oder als Haustiere abrichten. Ansonsten leistet ein Bossy mit seinen 78 Mägen einen unentbehrlichen Dienst dabei, die auf der Insel unkontrolliert wachsenden, fleischfressenden Quadratwurzeln kurz zu halten. Eine in 3D gerenderte Version gibt es hier.

Hier ein Wallpaper als kleines Vorabpräsent, vorhanden in drei verschiedenen Auflösungen: in Medium (1024 * 768), Large (1600 * 1200) und Widescreen (1920 * 1200).

Nordend ist eine Villa, die ursprünglich von Professor Lina Rotwang errichtet wurde, und die, nach ihrem Verschwinden, Dr. Qubus bezog und ausbaute. Das seltsam anmutende Bauwerk thront zwischen den felsigen Klippen der nördlichen Steilküste. Es beherbergt noch immer eine Reihe von Maschinen und Erfindungen von Qubus und Rotwang, wie Dr. Qubus Verrückten Transporter – eine Art Teleportationsgerät, das einen an jeden erdenklichen Ort auf der Insel versetzen kann, wenn man seine schräge künstliche Intelligenz in einem kleinen Puzzlespiel überlistet. Man munkelt gar, daß sich mit dem Transporter andere Welten bereisen lassen. Der Verrückte Transporter wäre wahrscheinlich schon patentiert, wenn er irgendwo anders funktionieren würde als nur in Qubus Villa.
Nordend wird seit dem Verschwinden von Dr. Qubus von dessen Butler Albert und einigen Q-Bots in Stand gehalten.
Nach ihrer Ankunft auf der eigentümlichen Quadrat-Insel fanden Dr. Qubus und sein Assistent Erasmus neben einigen kauzigen Anwohnern die unvollendete Forschung ihrer verschwundenen Kollegin Professor Lina Rotwang. Rotwang hatte unterirdische Stollen kartografiert, die die gesamte Insel durchzogen, und seltsame Flora und Fauna beherbergten. In ihren verblüffendsten Aufzeichnungen berichtete die verschwundene Professorin über Pflanzen, die scheinbar Energie und Materie aus dem Nichts erschaffen konnten.

Dr. Qubus bezog die leerstehende Villa Rotwangs im Nordend und stieß dort auf weitere
ihrer noch im Bau befindlichen Erfindungen: Maschinen, die sich offensichtlich die Eigentümlichkeiten der Insel und ihrer Vegetation zu Nutze machen sollten.
Der Doktor und sein Assistent führten Rotwangs Forschung fort und entwickelten mit Hilfe der eigens für diesen Zweck konstruierten Q-Bots die unterirdischen Maschinen weiter.
Den Anwohnern gegenüber gab sich Qubus stets sehr verschlossen. Die seltsame Vorgänge um die Villa führten bald zu dem Grücht, im Nordend würde es spuken. Eines Tages kam es zu einer Explosion, die große Teile von Nordend dem Erdboden gleichmachte—Dr. Qubus war verschwunden. Kurze Zeit später verschwand auch Erasmus, der Gehilfe des Doktors, spurlos. Nur Qubus Butler Albert verblieb in Nordend.